Deutsche Börse AG WKN: 581005

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Die Deutsche Börse AG, auch bekannt als Gruppe Deutsche Börse (Deutsche Börse Group), ist neben der Intercontinental Exchange, zu der die NYSE Euronext Group, die NASDAQ OMX Group und die London Stock Exchange gehören, eine der größten Börsengruppen der Welt.

Die deutsche Börsengruppe wurde 1992 gegründet, und ihr Hauptsitz befindet sich nicht in der deutschen Hauptstadt Berlin, sondern in Frankfurt am Main, der fünftgrößten Stadt Deutschlands, im Bundesland Hessen. Aufgrund der Tatsache, dass sich hier der Haupthandelssaal und die Zentrale der Deutschen Börse AG befinden, gilt Frankfurt am Main neben New York, London und Tokio als eine der Finanzmetropolen der Welt.

Die Deutsche Börse ist Eigentümer und Betreiber der 1585 gegründeten Frankfurter Wertpapierbörse und Anbieter von Handelsdienstleistungen. Aufgrund ihrer Größe und Bedeutung im internationalen Markt ermöglicht die Deutsche Börse den ihr angeschlossenen Unternehmen und Investoren den Zugang zu den Finanzmärkten in aller Welt.

Das Unternehmen beschäftigt mehr als 5.000 Mitarbeiter in Europa, den Vereinigten Staaten und Asien sowie in Australien. Die wichtigste Börse der Gruppe ist natürlich die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) und die elektronische Handelsplattform XETRA, beide gehören zu den größten Börsen der Welt.  Darüber hinaus besitzt die Deutsche Börse das in Luxemburg ansässige Clearinghaus Clearstream. An der Börse sind über 11.500 Aktien, über 27.000 Anleihen , 2.800 Fonds handelbar und über 1,5 Mio. Zertifikate und Optionsscheine handelbar.  

Die Aktie der Deutschen Börse AG

Im Jahr 2001 brachte die Deutsche Börse AG Ihre eigene Aktie in den amtlichen Handel. Knapp 60% der Aktien befinden sich aktuell im freien Handel (Streubesitz). Größter Anteilseigener ist die Blackrock Inc. mit knapp 6,6 %. Die Aktien werden unter der WKN: 581005 oder der ISIN: DE0005810055 an der Deutschen Börse gehandelt. Die Aktie ist im wichtigsten Index Deutschlands dem DAX 30 gelistet. Die Aktie wird auch unter dem offiziellen Börsenkürzel DB1 gehandelt.

Fakten zur Aktie der Deutschen Börse:

  1. An der Börse gelistet seit 2001 (eigener Börsengang)
  2. Ausgegebene Aktien 190.000.000 Stück
  3. WKN: 581 005
  4. ISIN: DE0005810055 (Internationale WKN)
  5. Börsenkürzel: DB1
  6. Höchstkurs 170,15 Euro am 22.07.2020
  7. Tiefstkurs 19,51 Euro 23.03.2001
  8. Kurs aktuell 133,50 Euro am 15.01.2021
  9. Aktien im DAX 30 gelistet
  10. Marktkapitalisierung: 25,3 Mrd. Euro am 15.01.2021

Deutsche Börse in Zahlen

Die Kapitalisierung der Deutschen Börse lag Ende 2020 bei 26,4 Mrd. €. Der Aktienkurs des Unternehmens verlor im vergangenen Jahr um die -5%. Der Gewinn pro Aktie lag im Jahr 2019 bei 5,47 € und die Dividende bei 2,90 €. Im Jahr 2019 wuchs der Umsatz im Vergleich zu 2018 um 5,5 % auf über 3,054 Mrd. € und das KGV der Aktie lag 2019 bei 25,6.

Feiertage an der Deutschen Börse 2021
Das Jahr 2021 verspricht, an der deutschen Börse in Frankfurt am Main sehr lebhaft zu werden. In diesem Jahr werden wir nur 6 freie Handelstage an der Deutschen Börse haben.

Deutsche Börse, Dax- Index und Unternehmen

Der wichtigste Index der deutschen Börse ist der Deutsche Aktienindex DAX. Es handelt sich bei diesem Index um einen Performance-Index, was bedeutet, dass sein Wert nicht nur durch Kursveränderungen der Aktien, sondern auch durch Kapitalwachstum in Form von Dividendenzahlungen beeinflusst wird. Der Index wurde am 1. Juli 1988 eingeführt. Im DAX sind die 30 Unternehmen mit der höchsten Kapitalisierung und dem größten Umsatz zusammengefasst. Die darin enthaltenen Unternehmen sind entsprechend ihrer Größe unterschiedlich gewichtet. Der Index wird vom elektronischen Handelssystem XETRA im Sekundentakt von 9.00 bis 17.30 Uhr Ortszeit berechnet.

Das Index-Portfolio umfasst die folgenden Unternehmen:

  1. Adidas AG, Hersteller von Sportbekleidung und -Ausrüstung
  2. Allianz AG, ein Versicherungsunternehmen
  3. BASF AG, eines der größten Chemieunternehmen der Welt
  4. Bayer AG, ein großes Pharmaunternehmen
  5. Beiersdorf AG, ein Kosmetikhersteller und Eigentümer von NIVEA
  6. BMW AG, ein Automobilhersteller
  7. Covestro AG, Produzent von Hochleistung-Kunststoffen für die Industrie
  8. Continental AG, ein Reifenhersteller
  9. Daimler AG, ein Automobilhersteller und Eigentümer von Smart
  10. Deutsche Bank AG, eine Universalbank
  11. Delivery Hero, ein Onlinebestelldienst mit Lieferservice
  12. Deutsche Börse AG, ein börsennotierter Börsenbetreiber
  13. Deutsche Lufthansa AG, eine Fluggesellschaft
  14. Deutsche Post AG, deutscher Post- und Paketdienst (DHL)
  15. Deutsche Telekom AG, ein Telekommunikationsunternehmen
  16. Deutsche Wohnen AG, haben ein großes Portfolio an Wohnimmobilien und Immobilien für betreutes Wohnen
  17. das Energieunternehmen E. ON AG,
  18. der medizinische Dienstleister Fresenius AG und seine Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care AG,
  19. der Baustoffhersteller HeidelbergCement AG,
  20. der Chemiekonzern - Henkel AG,
  21. der Halbleiterhersteller Infineon Technologies AG,
  22. die Linde AG - Hersteller von Industriegasen,
  23. das Pharmaunternehmen Merck AG (Stand früher in Verbindung mit der amerikanischen Firma Merck & Co. Inc. .Die amerikanische Firma war eine Tochtergesellschaft der deutschen Firma Merck, wurde aber infolge des Ersten Weltkriegs von der US-Regierung verstaatlicht und somit enteignet)
  24. MTU, Hersteller von Flugzeugtriebwerken und Gasturbinen für die Industrie
  25. die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, ist einer der größten Rückversicherer der Welt,
  26. der Energiekonzern RWE AG, der auch auf dem polnischen Markt tätig ist,
  27. das IT-Unternehmen SAP AG,
  28. der multinationale Elektro-Konzern Siemens AG,
  29. sowie der Automobilhersteller Volkswagen AG, dem die Marken VW, Audi, Bentley, Bugatti, Ducati, Lamborghini, SEAT, Skoda, Scania, MAN und Porsche gehören
  30. und das Immobilienunternehmen Vonovia AG.

Fusionen und Übernahmen

Seit 2001 strebt die Deutsche Börse eine Fusion mit der London Stock Exchange an. Nach der Ablehnung des Angebots durch die LSE machte der deutsche Börsenkonzern 2004 ein Übernahmeangebot für die London Stock Exchange, das aber ebenfalls abgelehnt wurde. Eine Wende kam 2005, als Großaktionäre den Rücktritt von Deutsche-Börse-Chef Warner Seifert erzwangen. Nach seinem Weggang begannen Verhandlungen über eine Fusion mit Euronext, einer Gruppe von Börsen aus Paris, Brüssel, Amsterdam und Lissabon. Es sollte ein Zusammenschluss der beiden größten europäischen Börsengruppen werden.

Auch dieser Zusammenschluss kam nicht zustande, weil das Angebot der Deutschen Börse 2006 von der New York Stock Exchange, dem Symbol des globalen Finanzmarktes, überboten wurde. Ende 2008 gab es für kurze Zeit Gespräche über einen Zusammenschluss von NYSE Euronext und Deutscher Börse, doch das Projekt scheiterte schnell an Unstimmigkeiten über die Bewertung des Unternehmens. Auch 2009 und Anfang 2011 kehrte das Thema kurz in die Medien zurück.

Zu dieser Zeit war die Kapitalisierung der an der NYSE Euronext notierten Unternehmen um ein Vielfaches höher als der Wert der an der Deutschen Börse notierten Unternehmen. Aus diesem Grund entfiel auf die amerikanische Seite ein größerer Anteil im neuen Management Board. Sowohl der Leiter der gesamten Gruppe als auch der Leiter des Bargeldanteils des europäischen Teils der neuen Einheit sollten Manager von NYSE Euronext sein. Die geplanten Einsparungen durch die Fusion wurden auf ca. 300 Millionen Euro jährlich geschätzt.

Mitte 2011 wurde der Zusammenschluss sowohl von den amerikanischen als auch den deutschen Aktionären genehmigt. Die Transaktion wurde auch von der amerikanischen Kartellbehörde genehmigt. Die gesamte Fusion  scheiterte jedoch an der Europäischen Kommission, die entschied, dass sie eine praktische Monopolisierung des europäischen Börsenmarktes nicht zulassen könne - das neue Unternehmen hätte einen Anteil von über 90% am europäischen Markt für börsengehandelte Derivate gehabt.

Neue Fusionsgespräche begannen im März 2016. Damals meldete Reuters, dass die Deutsche Börse erneut eine Fusion mit der Londoner Börse plane, was die Betriebskosten um mehrere 100 Millionen Euro pro Jahr senken soll. Der geplante Abschluss der Fusion und der Zusammenschluss der Börsen wird für Ende 2016 oder Anfang 2017 erwartet. Die Aktionäre der London Stock Exchange Group sollen 45,6 % der Aktien halten, während die Eigentümer der Deutschen Börse die restlichen 54,4 % halten sollen. Der CEO der Frankfurter Börse soll die neue Gesellschaft leiten, während der CEO der LSE den neuen Verwaltungsrat leiten soll. Die Europäische Kommission hat der Fusion zwischen der Deutschen Börse und der London Stock Exchange nicht zugestimmt.

Disclaimer

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