RWE Aktien: Trading oder Aktiendepot?

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RWE gehört zu den größten Energieversorgern in Deutschland und ist auch in anderen Ländern aktiv. Wer an der Entwicklung des Unternehmens partizipieren möchte, kann Aktienkaufen und ein Aktiendepot eröffnen. Eine Alternative zum Aktienkauf ist das CFD-Trading, bei dem sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse gehandelt werden kann.

Aktienkaufen oder CFD-Trading - was ist besser?

Eine pauschale Antwort auf die Frage, ob der echte Aktienhandel mit einem Aktiendepot oder das CFD-Trading auf Aktienkurse besser ist, kann nicht gegeben werden. Die Entscheidung hängt davon ab, ob eine langfristige Geldanlage gewünscht wird oder ob es auf schnelle Gewinne innerhalb kurzer Zeit ankommt. Auch die Höhe des anzulegenden Betrages spielt eine Rolle.

Wer Unternehmensaktien erwirbt, ist Aktionär und damit direkt am Unternehmen beteiligt. Das ist für alle sinnvoll, die einen größeren Geldbetrag über längere Zeit anlegen möchten. Beim CFD-Trading werden die Titel nicht direkt erworben. Trader sind nicht im Besitz der Unternehmensaktien und haben damit keinen Anspruch auf eine Dividendenzahlung und kein Mitspracherecht.

Über eine Handelsplattform wird auf Kursveränderungen spekuliert. Das ist über kurze Zeit mit geringen Geldbeträgen möglich. Bei beiden Formen des Handelns sind Kenntnisse über das Unternehmen RWE, grundlegende Kenntnisse über den Aktienmarkt und die Börse sowie umfangreiche Analysen wichtig. Gewinne können mit beiden Varianten erzielt werden, doch sind auch Verluste nicht auszuschließen.

Trading von RWE-Aktien

Über eine Handelsplattform im Internet ist das Trading mit RWE-Titeln möglich. Der Trader ist nicht im Besitz der Wertpapiere, sondern er spekuliert nur auf Kursveränderungen. Um auf steigende Kurse zu handeln, wird eine Long-Position eröffnet. Wer auf fallende Kurse handeln möchte, eröffnet eine Short-Position. Bei einer Handelsplattform muss der Trader ein Handelskonto eröffnen.

Da der Trader keine echten Wertpapiere erwirbt, benötigt er kein Aktiendepot. Gehandelt wird mit Differenzkontrakten (CFD). Der Trader handelt mit Differenzen von Vermögenswerten zwischen der Eröffnung und der Schließung einer Position. Bei einer Long-Position auf steigende Kurse muss er kaufen, während er bei einer Short-Position auf fallende Kurse verkaufen muss.

Chancen und Risiken mit der Hebelwirkung

Der CFD-Handel ist mit einem geringen Kapitaleinsatz möglich. Der Trader kann einen Hebel setzen, mit dem er große Mengen an Kapital bewegen kann. Lediglich die sogenannte Margin als Einsatz wird vom Trader hinterlegt, damit er für einen Trade den vollen Gegenwert erhalten kann. Er leiht sich vom Betreiber der Handelsplattform quasi Geld.

Er kann, wenn sich der Kurs in die von ihm erwartete Richtung bewegt, ein Vielfaches seines Einsatzes gewinnen. Nicht zu vergessen ist jedoch das hohe Risiko. Entwickelt sich der Kurs der RWE-Aktie anders als erwartet, erleidet der Trader einen Verlust, der deutlich höher als sein Einsatz sein kann. Reicht der Einsatz nicht aus, um den Verlust auszugleichen, kann sich der Betreiber der Plattform am Guthaben (Margin) bedienen, das sich auf dem Handelskonto befindet.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die eröffnete Position abzusichern (Stops), um Verluste zu begrenzen oder Gewinne mitzunehmen. In jedem Fall ist das Traden hochspekulativ und risikoreich. Es ist nur für diejenigen zu empfehlen, die für die Chance auf schnelle und hohe Gewinne bereit sind, ein höheres Risiko einzugehen. Um auf die Kursentwicklung zu spekulieren, sollte eine Fundamentalanalyse oder eine Chartanalyse erfolgen. Wer sich für diese Möglichkeit des Handelns entscheidet, sollte zuerst ein kostenloses Demokonto bei der Handelsplattform eröffnen. Mit dem Demokonto können sich potentielle Trader mit den Chancen und Risiken vertraut machen, bevor sie echtes Geld einsetzen.

Aktien direkt kaufen und verkaufen

Wer sein Geld langfristig anlegen und von Kurssteigerungen der RWE-Aktie profitieren möchte, eröffnet ein Aktiendepot und erwirbt die Titel. Um möglichst Gewinne bei einer langfristigen Anlage zu erzielen, kommt es auf eine gute Aktienanalyse an. Das gelingt mit der Fundamentalanalyse, bei der zahlreiche Faktoren herangezogen und untersucht werden. Über die bisherige Kursentwicklung informiert die Chartanalyse. Beim Studium des Charts wird der Anleger über die bisherige Kursentwicklung und einen möglichen Trend informiert.

Der direkte Aktienerwerb hat eine Reihe von Vorteilen:

  • langfristige Aussicht auf attraktive Gewinne
  • Handel muss nicht direkt an der Börse erfolgen, sondern ist bei einem Online-Broker möglich
  • zusätzliche Gewinne aufgrund der Dividende
  • keine Hebelwirkung und daher kein Risiko, mehr als den Einsatz zu verlieren
  • gute Liquidität, da der Anleger seine Wertpapiere jederzeit wieder verkaufen kann, wenn er Geld benötigt.

Aktien vor dem Kauf oder Verkauf genau analysieren

Der Aktienerwerb ist dann geeignet, wenn ein höherer Betrag über längere Zeit angelegt werden soll. Anleger sollten sich antizyklisch verhalten. Das bedeutet, dass sie die Titel dann erwerben sollten, wenn der Kurs gerade niedrig ist. Die Chartanalyse informiert darüber, wie sich der Kurs aktuell entwickelt hat, und ob sich gerade eine gute Möglichkeit für den Einstieg ergibt. Eine Fundamentalanalyse zeigt, welche Faktoren den Kursverlauf beeinflussen und ob die Investition zukunftsträchtig ist. Beide Analysemethoden sind aber Auslegungssache.

Langfristiger Chart der RWE Aktie von 1988-2020

Verkaufen können Anleger dann, wenn sie Geld benötigen. Ein Verkauf ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn sich der Kurs deutlich über dem Aktienkurs befindet, zu dem die Titel erworben wurden. Nur so können Anleger einen Gewinn in Form der Rendite abschöpfen. Um auch noch von einer guten Dividende im Laufe der Jahre zu profitieren, sollten Anleger ihre Wertpapiere möglichst lange halten. Ein Verkauf kann auch der Gewinnmitnahme dienen, wenn sich der Kurs innerhalb kürzerer Zeit stark nach oben entwickelt hat. Zeichnen sich Verluste ab oder droht sogar eine Insolvenz des Energiekonzern, sollte ein Verkauf zur Verlustbegrenzung erfolgen.

Warum Anleger in Titel des Energieriesen investieren?

RWE ist einer der größten Energieversorger in Deutschland und ist auch noch in anderen Ländern aktiv, darunter in den Niederlanden, Österreich, Belgien und Tschechien. Seit der Einführung des deutschen Leitindex DAX am 1. Juli 1988 ist der Konzern mit Sitz in Essen ununterbrochen im DAX vertreten. Das spricht dafür, dass es sich um eines der größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen handelt.

Darüber hinaus ist der Energiekonzern auch noch im DivDAX vertreten. Der DivDAX enthält die 15 dividendenstärksten Unternehmen aus dem DAX. Anleger können also in jedem Jahr von einer Dividendenzahlung profitieren. Wie hoch die Dividende ausfällt, wird jedes Jahr auf der Hauptversammlung beschlossen und ist von der Gewinnentwicklung des Konzerns abhängig.

Wer in die Titel des deutschen Energieriesen investieren möchte, sollte sich mit einigen wichtigen Daten vertraut machen:

Wichtige Daten zum RWE-Konzern:

  • Gründung: 1898 in Essen
  • DAX-Mitglied: seit 1. Juli 1988
  • DivDAX-Mitglied: seit 2018
  • Unternehmenssitz: Essen
  • Zahl der Mitarbeiter weltweit: knapp 20.000
  • Umsatz: 13,1 Milliarden Euro (2019)

Wichtige Daten zu RWE-Aktien:

  • Grundkapital: 676 Millionen Stammaktien
  • Aktien-Höchstkurs ca. 59,88 Euro im Januar 2008
  • Aktien-Tiefstkurs ca. 4,33 Euro im Mai 1988
  • Aktienkurs aktuell (22.Dezember 2020) 33,23 Euro

Stammaktien und Vorzugsaktien

Neben den Stammaktien wurden noch bis zum Juni 2019 Vorzugsaktien ausgegeben. Besitzer von Vorzugsaktien haben kein Stimmrecht, doch haben sie Anspruch auf eine höhere Dividende. Ende Juni wurden alle Vorzugsaktien in Stammaktien umgewandelt. Kommunale Anteilseigner sind die Städte Dortmund und Essen. Sie halten insgesamt ungefähr 9,5 Prozent der Anteile. Ein kommerzieller Anteilseigner ist das Unternehmen BlackRock. Ungefähr 90,5 Prozent der Stammaktien befinden sich im Streubesitz. Solche Stammaktien können auch von privaten Anlegern gekauft werden.

Die Entwicklung der Dividende

Für Anleger, die in Aktien von RWE investieren möchten, kann die Entwicklung der Dividende interessant sein. Die Dividende ist eine wichtige Größe, um die Dividendenrendite für die Fundamentalanalyse zu ermitteln. Die Dividendenrendite schwankt börsentäglich, abhängig vom jeweiligen Aktienkurs. Sie drückt das Verhältnis der Dividende zum Aktienkurs aus.

Die Dividende pro Aktie lag von 2006 bis 2010 jährlich bei 3,50 Euro pro Aktie. In den Jahren 2011 und 2012 betrug die Dividende pro Aktie jeweils nur noch 2,00 Euro. Da die Gewinne sich nicht wie erhofft entwickelten, wurde 2013 und 2014 nur noch eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie gezahlt.

In den Jahren 2015 und 2016 erfolgte keine Dividendenzahlung auf Stammaktien. Seit 2018 wird wieder eine Dividende gezahlt. Daher ist der Energiekonzern auch Mitglied im DivDAX mit den dividendenstärksten Unternehmen. Die Dividende lag zum Schluss bei 0,80 Euro pro Aktie. Die Dividendenrendite lag 2020 bei 2,54 Prozent.

Fazit: Langfristige Investition in Wertpapiere von RWE ist sinnvoll

Wer an der Entwicklung der Aktien des deutschen Energieriesen RWE partizipieren möchte, kann die Wertpapiere direkt erwerben und muss dafür ein Aktiendepot eröffnen. Eine Alternative dazu ist der CFD-Handel, bei dem die Titel nicht direkt erworben werden. Diese Form des Handels ist hochspekulativ und verlangt eine gründliche Analyse.

Disclaimer

Die erwähnten Wertpapiere stellen ausdrücklich keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dar. Es handelt sich lediglich um unsere Meinung. Du entscheidest selbst was mit deinem Depot geschieht.

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