Die Bechtle Aktie

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Bechtle Aktie: Wie steht es um das Potential?


Die Bechtle AG ist für viele Anleger weitgehend unbekannt. Das deutsche Unternehmen wurde 1983 gegründet und hat seinen Sitz in Neckarsulm. In der DACH-Region betreibt es 75 Standorte. Das IT-Systemhaus ist international tätig, da es in 14 europäischen Ländern Handelsgesellschaften betreibt. Es ist im MDAX und im TecDAX gelistet.

Das zu den Technologiewerten gehörende Unternehmen ist mit dem Handel von Hard- und Software, aber auch mit Betrieb und Wartung der IT-Infrastruktur bei Kunden aus der Industrie sowie öffentlichen Auftraggebern beschäftigt. Anleger können in Aktien von Bechtle investieren und sie bei Online-Brokern ordern.

Während des Corona-Lockdowns im Herbst 2020 musste die Aktie herbe Verluste hinnehmen. Inzwischen hat sie sich wieder erholt, doch geht aktuell der Aktienkurs wieder nach unten. Anleger können von einer Dividende profitieren, die seit 20 Jahren gezahlt wird und sich in den letzten elf Jahren immer gesteigert hat. Auf der Hauptversammlung wird in jedem Jahr die Dividendenzahlung beschlossen. Wer in das Wertpapier investieren möchte, kann es bei Tradegate oder bei der Xetra kaufen.


Kurzer Überblick über die Eckdaten der Bechtle Aktie:

  • WKN: 515870
  • ISIN: DE0005158703
  • Indizes, in denen die Aktie gelistet ist: MDAX, TecDAX
  • Unternehmensgründung: 1983
  • Zahl der Mitarbeiter 2020: 12.180
  • Zahl der Standorte in der DACH-Region: 75
  • Zahl der Länder, in denen das Unternehmen tätig ist: 14
  • Umsatz 2020: 5,82 Milliarden Euro
  • Dividende 2020: 1,20 Euro pro Aktie
  • Dividende 2021: 1,35 Euro pro Aktie

Aktionärsstruktur bei Bechtle

Für Anleger, die investieren möchten, lohnt sich ein Blick auf die Aktionärsstruktur. Das Unternehmen wurde 1983 von Klaus von Jan, Gerhard Schick und Ralf Klenk gegründet. Bechtle ging am 30. März 2000 an die Börse. Die Aktionärsstruktur sieht folgendermaßen aus:

  • Familie Schick: 35,02 Prozent
  • Baillie Gifford: 8,75 Prozent
  • AGI: 5,00 Prozent
  • DWS: 4,95 Prozent
  • BlackRock: 4,07 Prozent

Die übrigen Aktien werden frei gehandelt und sind auch für Privatanleger zugänglich. In News, aber auch in einem Forum können sich Anleger über den aktuellen Kurs informieren.


Wie steht die Bechtle Aktie?

Die Aktien von Bechtle können eine gute Performance verzeichnen, was für ein Unternehmen aus der IT-Branche nicht untypisch ist. Der realtime-Kurs am 20. Juli 2021 liegt bei 162,55 Euro. Im Vergleich zum Vortag ist ein leichter Kursanstieg von 0,2 Prozent zu verzeichnen.

Das 52-Wochen-Hoch konnte das Wertpapier am 30. November 2020 mit 190,70 Euro verbuchen. Auf das 52-Wochen-Tief von 143,60 Euro fiel die das Wertpapier am 28. Oktober 2020. Ein Grund für dieses Tief könnte die Corona-Krise und der damit verbundene Lockdown sein, doch ist das für Unternehmen aus der IT-Branche nicht typisch.

Im Chart fällt auf, dass innerhalb kurzer Zeit ein starker Kurseinbruch zu verzeichnen war, aus dem die Aktie jedoch schnell wieder aufsteigen konnte. Der kurze Abstand zwischen 52-Wochen-Tief und 52-Wochen-Hoch liefert den Beweis dafür. Der Kurseinbruch Ende Oktober 2020 kann aber auch auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sein.


Bechtle profitiert von Corona

So wie die meisten IT-Unternehmen gehört auch Bechtle zu den Profiteuren der Corona-Krise, denn viele Unternehmen mussten ihre Systeme auf Homeoffice umrüsten. Für die Zukunft geben viele Analysten eine gute Prognose für die Aktien von Bechtle. Einige Analysten gehen von einem Kursziel von mehr als 179 Euro aus. Einen Beweis dafür, dass das IT-Systemhaus gut aufgestellt ist, liefert die Entwicklung der Dividende, die seit elf Jahren gesteigert wurde.


Wie die aktuellen News über das Unternehmen und dessen Aktien melden, sind die Auftragsbücher noch immer gut gefüllt, was wahrscheinlich dem Trend zum Homeoffice geschuldet ist. Nachdem die Papiere Ende 2020 zu den Gewinnern gehörten, stehen sie aktuell auf der Verliererseite im MDAX.

Die Vorlage der Quartalszahlen für das erste Quartal 2021 im Mai 2021 zeigte, dass das IT-Unternehmen gut gewirtschaftet hat. Gegenwärtig verzeichnen die Wertpapiere einen Abwärtstrend. Analysten sehen den Grund dafür im konservativen Management. Einige Analysten betrachten den gegenwärtigen Abwärtstrend als Handelssignal für den Kauf.

Ende Februar und Anfang März 2021 kam es zu Kursverlusten. Im April 2021 konnte das Unternehmen wieder eine Steigerung verzeichnen, die jedoch nicht lange anhielt. Zu Verlusten kam es im Mai und Juni 2021. Im Juli 2021 ist wieder ein Kursanstieg im Chart sichtbar. Allerdings ist es außerordentlich schwierig, zu sagen, ob es wieder aufwärts geht oder ob ein Seitwärtstrend zu verzeichnen ist.

Bechtle Aktien
Bechtle Aktien

Was kostet eine Bechtle Aktie?

Was eine Bechtle Aktie kostet, hängt vom aktuellen Aktienkurs ab, der am 20. Juli 2021 bei 162,55 Euro liegt. Der realtime Kurs ändert sich ständig, sodass sich auch der Preis für das Wertpapier mehrmals innerhalb eines Börsentags ändern kann.

Anleger müssen nicht nur den aktuellen Kurs bezahlen. Zusätzlich fällt eine Handelsplatzgebühr an, die je nach Handelsplatz unterschiedlich hoch ist. Der Handel kann beim elektronischen Handelssystem Xetra erfolgen, das zur Frankfurter Börse gehört.

Auch bei Tradegate, einer Berliner Wertpapierbörse, die auf Privatanleger ausgelegt ist, können Anleger handeln. Es lohnt sich, die Handelsplatzgebühren bei den verschiedenen Handelsplätzen zu vergleichen. Bei einem Online-Broker ist das Wertpapier deutlich günstiger als bei einer Filialbank. Die Online-Broker erheben eine Orderprovision. Sie ist geringer als bei den Filialbanken. Um das Wertpapier möglichst günstig zu kaufen, kann sich ein Vergleich der Konditionen bei den verschiedenen Online-Brokern lohnen.


Wie haben sich die Aktien von Bechtle entwickelt?

Die Auswertung der Geschäftszahlen für das erste Quartal 2021 im Mai 2021 ist Grund für eine gute Prognose:

  • Umsatz konnte um 11,4 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro
    gesteigert werden
  • Wachstum des Vorsteuerergebnisses (EBT) um 19,5 Prozent
  • Verbesserung der EBT-Marge auf 4,0 Prozent
  • Cashflow auf hohem Niveau
  • Prognosen der Analysten haben sich bestätigt.


Die Rahmenbedingungen sind schwierig, doch setzen die Aktien ihren Wachstumskurs auch 2021 weiterhin fort, wie die Zahlen für das erste Quartal 2021 zeigen. Im März 2021 erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter auf 12.306. Das sind 538 Mitarbeiter mehr als Vorjahresquartal.

Nicht nur in Deutschland, sondern auch an ausländischen Standorten konnte der Umsatz gesteigert werden. Die Steigerung in Deutschland lag bei 12,4 Prozent, während sie im Ausland bei 9,8 Prozent lag. Der starke Jahresauftakt wirkt sich positiv auf den Aktienkurs aus, der gesteigert werden konnte. Allerdings haben die Aktien ihren 52-Wochen-Höchststand aus dem November 2020 noch nicht wieder erreicht.

Viele Analysten schätzen die Zukunfts-Aussichten positiv ein

Die Zahlen aus dem ersten Quartal sind für viele Analysten ein Grund für eine gute Prognose. Der operative Cashflow ging im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Im ersten Quartal 2021 lag er bei 20,6 Millionen Euro, während er im gleichen Zeitraum des Vorjahres bei 23,5 Millionen Euro gab. Eine Verbesserung gab es beim Free Cashflow im Vergleich zum Vorjahr. Er lag im ersten Quartal 2020 noch bei 7,8 Millionen Euro und konnte sich im ersten Quartal 2021 auf 11,8 Millionen Euro erhöhen.

CEO Thomas Olemotz spricht davon, dass sich das Geschäftsmodell von Bechtle in unsicheren Zeiten wie der Corona-Krise bewährt. Kurseinbrüche der Aktie, wie sie im März, aber auch im Mai und Juni 2021 auftraten, können in Lieferschwierigkeiten im IT-Markt und im Verlauf der Pandemie begründet sein.

Im zweiten Quartal 2021 muss Bechtle gegen hohe Vergleichswerte aus dem Vorjahr ankämpfen. Das Unternehmen steht unter Druck, was sich auch auf die Aktie auswirkt. In einem Forum können Anleger darüber diskutieren. Positiv ist die Zahlung einer Dividende, die auch 2021 auf der Hauptversammlung beschlossen wurde.

Erzielte die Bechtle Aktie Ende 2020 ihr Rekordhoch, gehört sie im zweiten Quartal zu den Verlierern im MDAX. Noch sind die Auftragsbücher voll, was noch am Trend zum Homeoffice liegt, der auch nach dem Corona-Lockdown in vielen Unternehmen beibehalten wird. Die Stimmung im Unternehmen ist aktuell nicht mehr so gut wie Ende 2020.

Bechtle-Vorstand - aktuelle Prognose ist schwierig

Vorstandschef Thomas Olemotz betont, dass auch 2021 die Marge auf Basis des Gewinns auf dem Niveau des Vorjahres von 4,7 Prozent gehalten werden soll. Beim Umsatz und Vorsteuerergebnis für 2021 geht Thomas Olemotz von einem Wachstum im hohen einstelligen Bereich aus. Er weist allerdings explizit darauf hin, dass die Unsicherheiten beim Corona-Verbrauch und die angespannte Liefersituation im gesamten IT-Bereich zu Schwierigkeiten führen können. Es ist daher schwierig, angesichts dieser Lage eine genaue Prognose abzugeben.


Aktiensplitt - Aktien optisch billiger machen

Bechtle will für Kleinanleger attraktiver werden und den Handel mit Aktien liquider machen. Dazu ist es erforderlich, die Aktien optisch billiger zu machen. Eine solche Maßnahme fand bereits 2017 statt. Im August will das Unternehmen auf jede bestehende Aktie zwei weitere Gratisaktien ausgeben.

Das Grundkapital und die Zahl der ausgegebenen Aktien sollen damit verdreifacht werden. Das wirkt sich negativ auf den Kurs aus, der sich dann drittelt. Sinkt der Aktienkurs, ist das nicht in einer schlechten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens begründet. Das Unternehmen will lediglich sein Grundkapital erhöhen, was sich künftig wieder positiv auf den Kurs auswirken könnte.

Aktiensplitt bei den Bechtle Aktien
Aktiensplitt bei den Bechtle Aktien

Wie können die Wertpapiere von Bechtle gekauft werden?

Wer in Bechtle investieren möchte, kann die Wertpapiere bei einer Filialbank ordern und dort ein Depot eröffnen. Das ist mit höheren Kosten verbunden als der Handel bei einem Online-Broker. Die Filialbanken erheben Depotgebühren und eine höhere Orderprovision als die Online-Broker. Die meisten Online-Broker gewähren ein dauerhaft kostenloses Depot. Darüber hinaus ist die Order-Provision bei den Online-Brokern nur gering. Um tatsächlich günstig zu handeln, ist ein Vergleich der verschiedenen Online-Broker und ein genauer Blick auf die Konditionen sinnvoll.


Wo wird die Aktie gehandelt?

Bechtle ist an der Frankfurter Börse gelistet. Dort können die Aktien gehandelt werden. Für Privatanleger, die bei einem Online-Broker handeln, können andere Handelsplätze günstiger sein. Xetra ist das elektronische Handelssystem der Frankfurter Börse und ermöglicht Privatanlegern den Handel. Auch bei Tradegate, einer Berliner Wertpapierbörse für Privatanleger, kann der Handel der Wertpapiere erfolgen.


Wichtige Termine 2021

Die Hauptversammlung hat bei Bechtle bereits am 15. Juni 2021 stattgefunden. Dort wurde die Zahlung der Dividende beschlossen. Für den Rest des Jahres 2021 stehen noch weitere Termine an:

  • 12.08.2021 - Halbjahresfinanzbericht 2021 und Telefonkonferenz
  • 11.11.2021- Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal, Telefonkonferenz
  • 30.11.2021 - Roadshow DZ Bank, Frankfurt

Wie sieht es mit der Dividende aus?

Die Zahlung der Dividende für 2021 wurde bereits auf der Hauptversammlung am 15. Juni 2021 beschlossen. Pro Aktie liegt die Dividende bei 1,35 Euro. Bechtle zahlt bereits seit vielen Jahren eine Dividende. Seit 2020 ist die Dividende stabil, sie wurde also nicht gesenkt. Seit elf Jahren ist eine Dividendensteigerung zu verzeichnen. Die Dividendenstabilität ist außerordentlich hoch. Sie wird mit 0,94 von 1,0 angegeben. Auch in den kommenden Jahren wird eine Dividendensteigerung erwartet.


Fazit: Bechtle mit guten Dividendenchancen

Bechtle ist ein solide aufgestelltes deutsches IT-Systemhaus, das im MDAX und im TecDAX gelistet ist. Es gehört zu den Corona-Profiteuren. Die Aktien mussten jedoch 2021 im Vergleich zum Vorjahr Kursverluste verzeichnen. Das kann in den Lieferschwierigkeiten bei den IT-Unternehmen liegen. Allerdings sind die Prognosen gut. Anleger sollten aber nicht vergessen, dass die Investition mit einem Risiko verbunden ist. Verluste müssen immer einkalkuliert werden. Auffallend gut ist die Dividende, die in den letzten elf Jahren immer gesteigert wurde. Auch künftig wird mit Dividendensteigerungen gerechnet.

Disclaimer

Die erwähnten Wertpapiere stellen ausdrücklich keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dar. Es handelt sich lediglich um unsere Meinung. Du entscheidest selbst was mit deinem Depot geschieht.

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